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IEEE verabschiedet Standard für "Power over Ethernet"

24.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) hat die lang erwartete Standardisierung für "Power over Ethernet" (PoE) abgeschlossen. Die 802.3af-2003-Spezifikationen sollen bis Mitte Juli vollständig veröffentlicht werden. PoE versorgt Netzkomponenten über die Ethernet-Verkabelung mit Energie. Durch den Wegfall der zusätzlichen Stromversorgung mit Kabeln und Anschlussdosen sollen Unternehmen bis zu 50 Prozent der Installationskosten sparen können.

PoE versorgt die Komponenten über zwei der vier Adernpaare von Kat.3- oder Kat.5-Kabeln mit einer Betriebsspannung von 48 Volt. Der Standard unterstützt zwei Methoden: "Endspan Devices", die zum Beispiel in Switches integriert sein können, beliefern die Endgeräte direkt mit Spannung. Wer seine aktiven Netzkomponenten nicht ersetzen kann, schaltet PoE-fähige "Midspan Hubs" zwischen sie und das zu versorgende Equipment.

Zur Versorgung von am Netz angeschlossenen Notebooks dürfte die von PoE zur Verfügung gestellte Leistung von 12,95 Watt jedoch in den meisten Fällen nicht reichen. Die meisten der tragbaren Rechner brauchen mindestens 30 Watt. Experten rechnen jedoch damit, dass mobile Geräte in Zukunft mit weniger Energie auskommen werden. In fünf Jahren könnten 75 Prozent aller an ein Netz angeschlossenen Komponenten ohne zusätzliche Stromversorgung auskommen, glaubt zum Beispiel Amir Lehr vom israelischen PoE-Spezialisten PowerDsine. (lex)