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IDF: Gibt Fujitsu Sparc bald endgültig den Laufpass?

21.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Für einige Aufregung sorgte gestern Mike Fister, General Manager von Intels Enterprise Platforms Group. Der erklärte nämlich auf dem Intel Developer Forum (IDF) im kalifornischen San Jose, Fujitsu werde Sparc als Grundlage seiner künftigen Server-Architekturen fallen lassen. Fister gab ab, Fujitsu werde alle Systeme auf die Intel-Architektur migrieren, Sparc werde nach 2005 von der Roadmap der Japaner verschwinden.

Fujitsu, dessen Server in Deutschland über Fujitsu-Siemens Computers (FSC) vertrieben werden, wollte Fisters Behauptung allerdings nicht bestätigen. Richard McCormack, Vice President of Product Marketing, erklärte gegenüber "Computerwire", die Sparc-basierende "Primepower"-Server-Familie sei für mindestens die kommenden fünf Jahre Teil der Roadmap.

Auch wenn aktuelle Marktprognosen ein starkes Wachstum bei Windows- und Linux-basierenden Servern vorhersagten - für Unix-Maschinen und Server mit traditionellen Großrechner-Betriebssystemen werde ebenfalls Wachstum erwartet. "Unsere Strategie ist es, zu akzeptieren, dass die Kunden ein diversifiziertes Produktset erwerben wollen", erklärte McCormack. Fujitsu habe deutlich gemacht, dass es auch künftig Sparc-Server offerieren werde. "Unsere Kunden wollen das", sagte der Fujitsu-Mann.

Fujitsu ist seit den frühen 80er Jahren Lizenznehmer von Sparc und Solaris. Im Januar kündigte das Unternehmen eine strategische Allianz mit Intel zur Entwicklung von Highend-Servern an. Es gab allerdings bislang keine Anzeichen dafür, dass diese Partnerschaft exklusiven Charakter annehmen könnte. (tc)