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IDC: Weltweiter Handymarkt wächst ordentlich

06.05.2004

Das Marktforschungsinstitut International Data Corp. (IDC) hat Zahlen zum weltweiten Handymarkt im ersten Quartal 2004 veröffentlicht. Dieser sei zwar saisonal gegenüber dem Vorquartal leicht (um 5,9 Prozent) zurückgegangen, habe aber im Jahresvergleich um immer noch eindrucksvolle 29,3 Prozent auf 152,7 Millionen verkaufte Einheiten zugelegt. Der Markt für mobile Konvergenzgeräte beziehungsweise "Smartphones" (zu denen IDC beispielsweise auch die Kommunikations-Handhelds von RIM zählt) legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar um 85,8 Prozent zu, sequentiell ging dieses Segment um 5,5 Prozent zurück.

Marktführer auf Seiten der Hersteller war weiterhin Nokia, auch wenn dessen ausgelieferte Stückzahlen aufgrund einer Lücke im Midrange-Segment um 19,2 Prozent nachgaben. Davon profitierten vor allem Motorola und Samsung. IDC erwartet, dass bei 1,5 Milliarden Handynutzern weltweit der Markt in diesem Jahr auf mehr als 595 Millionen verkaufte Mobiltelefone anwächst. Bis zum Jahr 2008 werde der Markt weiter expandieren und dann gegen Ende des Jahrzehnts ein Vertriebszenario erreichen, in dem fast nur noch Austauschkäufe stattfinden. Dann sollen rund 800 Millionen Handys jährlich abgesetzt werden. Zunächst sollen 2,5-G-Geräte den Markt weiterhin dominieren. 2007 erwartet IDC erstmals mehr als 100 Millionen verkaufte UMTS-Telefone. Den Smartphone-Bereich sollen auf absehbare Zeit Symbian-basierende Geräte dominieren. Microsoft und Palmsource seien auf längere Sicht die Herausforderer, hätten aber schwerer, höhere Marktanteile zu erkämpfen.

Nokia verkaufte laut IDC im ersten Quartal 44,7 Millionen Handys und führt den Markt mit 29,3 Prozent Anteil unangefochten an. Auf den Plätzen folgen Motorola (25,3 Millionen Stück, 16,6 Prozent), Samsung (20 Millionen Stück, 13,1 Prozent), Siemens (12,8 Millionen Stück, 8,8 Prozent) sowie Sony Ericsson (8,8 Millionen Stück, 5,8 Prozent). Die restlichen Anbieter teilen sich die verbleibenden 41,1 Millionen Einheiten oder 26,9 Prozent des Markts.

Auch in der Smartphone-Kategorie führt Nokia, und zwar mit 1,4 Millionen verkauften Geräten und 41,7 Prozent Market Share. Dahinter liegen RIM (426.000 Einheiten, 12,7 Prozent), Motorola (411.000 Einheiten, 12,2 Prozent), Fujitsu (350.000 Einheiten, 10,4 Prozent) und Sony Ericsson (197.000 Einheiten, 5,9 Prozent). Auf die übrigen Hersteller entfallen die restlichen 575.000 Stück oder 17,1 Prozent des Marktes mit insgesamt 3,36 Millionen verkauften Geräten. (tc)