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IDC: Web-Services schieben den Hardwaremarkt an

26.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auf der Konferenz Enterprise Server Vision im kalifornischen San Jose hat IDC-Analyst Vernon Turner die Prognose aufgestellt, dass IT-Manager aufgrund der stärkeren Verbreitung von Web-Service in einigen Jahren mehr Geld für Hard- denn für Software ausgeben werden. Im Jahr 2007 werden Anwender demnach 4,3 Milliarden Dollar für Hardware ausgeben und nur noch 3,4 Milliarden Dollar für Software. Der Löwenanteil der IT-Gesamtsausgaben von dann 15,2 Milliarden Dollar werde mit 7,5 Milliarden Dollar auf den Bereich Services entfallen, so Turner.

Bei einer aktuellen Befragung von IT-Beschaffern hätten mehr als 80 Prozent geantwortet, sie planten im Zuge ihrer Web-Services-Projekte zumindest "inkrementelle Hardwarekäufe", sagte Turner. Mehr als ein Drittel der Teilnehmer gab sogar an, "komplett neue" Server- und Storage-Systeme anschaffen zu wollen. Die IDC-Experten hatten eigentlich erwartet, dass Web-Services typischerweise auf bestehender Hardware eingesetzt würden. "Wir waren tatsächlich überrascht, als wir die Hardwarezahlen gesehen haben", erklärte Turner.

Weiteres Ergebnis der Umfrage: 77 Prozent der Befragten wollen im Laufe dieses Jahres Web-Services im Einsatz haben, im kommenden Jahr sogar schon 90 Prozent. IDC schätzt, dass im Jahr 2003 insgesamt an die drei Milliarden Dollar in Web-Services fließen. (tc)