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IDC halbiert CRM-Prognosen für Westeuropa

26.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Westeuropäische Unternehmen werden in den kommenden Jahren viel weniger Geld für Lösungen im Bereich Customer Relationship Management (CRM) ausgeben als bisher angenommen. Davon gehen die Analysten der International Data Corp. (IDC) aus. "Die Budgets für CRM-Projekte sind im letzten Jahr deutlich reduziert worden", berichtet Bill Clough, Research Manager bei IDCs European Software Group. Die Auguren rechnen jetzt damit, dass der CRM-Markt in den kommenden fünf Jahren um durchschnittlich zehn Prozent pro Jahr wachsen wird.

2001 orakelte IDC noch, der CRM-Bereich werde bis 2005 auf ein Volumen von 3,8 Milliarden Dollar anwachsen. Diese Prognose haben die Marktforscher jetzt auf 2,4 Milliarden Dollar reduziert. Die Neubewertung wurde unter anderem durch die entäuschenden Ergebnisse einiger CRM-Hersteller ausgelöst. Siebel Systems Inc. beispielsweise, mit etwa 28 Prozent Markteinteil in Westeuropa einer der wesentlichen Player in diesem Segment, meldete im Juli einen erneuten Umsatzeinbruch (Computerwoche online berichtete). IDC sieht dies auch als Hinweis, dass die Talsohle im Bezug auf das IT-Investitionsverhalten noch nicht erreicht ist. Glaubten die Analysten bislang an eine Belebung des Marktes ab Mitte 2002, so sehen sie nun eine Trendwende nicht vor Jahresende. (ave)