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IDC: Der CRM-Markt brummt

18.08.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Marktforscher der International Data Corp. (IDC) haben gestern aktuelle Zahlen zum Markt für CRM-Produkte (Customer Relationship Management) veröffentlicht. Dieser hat den Auguren zufolge im vergangenen Jahr ein Volumen von 3,3 Milliarden Dollar erreicht - ein Plus von 71 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für die kommenden Jahre rechnet IDC mit einem ähnlich explosiven Wachstum; bis zum Jahr 2004 soll das Marktvolumen auf 12,1 Milliarden Dollar anwachsen.

Die Experten unterteilen CRM nochmals in die drei Segmente Vertriebsunterstützung, Marketing Automation sowie Kundendienst- und Call-Center-Software. Sales Force Automation hatte 1999 den größten Umsatzanteil, dieser soll aber bereits in diesem Jahr hinter die beiden anderen Bereiche zurückfallen. 2004 sieht IDC dann Marketing Automation als Haupteinnahmequelle.

Regional gesehen wird gegenwärtig 70 Prozent des CRM-Umsatzes in den USA erzielt. Dort soll das Wachstum allerdings nachlassen, so dass der Anteil der USA am CRM-Geschäft in vier Jahren auf 64 Prozent sinkt. Westeuropa dürfte laut IDC-Prognose bei CRM dagegen überdurchschnittlich zulegen und in den kommenden vier Jahren um 36 Prozent wachsen (Marktdurchschnitt: 30 Prozent).

Der gesamte Markt stellt sich laut IDC übrigens ausgesprochen fragmentiert dar: Mit Ausnahme der größten fünf Hersteller weist kein weiteres Unternehmen einen Marktanteil von mehr als zwei Prozent auf.