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IBMs "Shark" wächst mit Hilfe von Seagate

16.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBMs Storage-Sparte kündigt heute eine Verdoppelung der Kapazität seines Speichersubsystems "Shark" an. Diese wird durch die Verfügbarkeit von 72-GB-Festplatten erreicht; bislang waren nur Laufwerke mit maximal 36 GB erhältlich. Erstaunlicherweise bezieht Big Blue die Harddisks laut "Computerwire" aber vom Konkurrenten Seagate Technology und setzt damit im Shark erstmals Platten ein, die nicht aus eigener Produktion stammen.

Abgesehen von Kosteneinsparungen bei der Produktion schließt IBM mit der Verdoppelung der Kapazität allmählich zum Wettbewerb auf. Das Shark-System bietet nun in der maximalen Ausbaustufe 22 TB Speicherplatz; die konkurrierenden Lösungen "Lightning" und "Symmetrix" von Hitachi Data Systems (HDS) und EMC nehmen gegenwärtig bis zu 27 und 37 TB Daten auf. Chuck Standerfer, Analyst bei The Evaluator Group, verweist zudem darauf, dass IBMs System beim Verhältnis zwischen vorgeschaltetem Cache und Gesamtkapazität einen guten Wert bietet: Shark ist genauso wie Lightning mit 32 GB bestückt; EMC hatte allerdings kürzlich den Symmetrix-Cache im Zuge der Einführung von 181-GB-Platten auf 64 GB erhöht. (tc)