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IBMs erster Schritt ins Zeitalter der Quantencomputer

16.08.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wissenschaftlern des Almaden Forschungszentrums von IBM ist es gelungen, den weltweit angeblich am weitesten fortgeschrittenen Quantencomputer zu entwickeln. Der Prototyp habe zum ersten mal das ungeheure Potenzial derartiger Maschinen aufblitzen lassen, indem er bestimmte Rechenprobleme bedeutend schneller lösen konnte als dies herkömmliche Computer zu leisten vermögen, hieß es bei den mit dem Experiment betrauten Forscher. IBMs Versuchsapparat - mit einer Rechenleistung von kümmerlichen fünf Bit - steht allerdings noch am Anfang des Entwicklungsstadiums. Mit einem kommerziellen Einsatz derartiger Maschinen sei nicht vor 2020 zu rechnen, so die Wissenschaftler. Just zu diesem Zeitpunkt rechnen Experten jedoch mit dem Erreichen einer physikalischen Grenze bei der Leistung von Silizium-Prozessoren. Nach Meinung einiger Fachleute wird dann Moore´s Gesetz, wonach sich die Anzahl der

Transistoren auf gleicher Fläche eines Mikrochips alle 18 Monate verdoppelt, keine Gültigkeit mehr haben. Quantencomputer könnten dann womöglich herkömmliche PCs ersetzen. Bereits vor gut einem Monat verkündete ein Wissenschaftlerteam aus Deutschland und den USA erste Erfolge in der Entwicklung einer entsprechenden Technik (CW Infonet berichtete).