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IBMs BladeCenter kommt im November

24.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach der Einstellung des Vertriebs Transmeta-basierender Blade-Server aus dem Hause RLX vor einigen Monaten plant IBM nun die Einführung eigener Produkte in dieser Rechnerklasse. Im November soll unter dem Namen "BladeCenter" das erste Kompaktsystem der Armonker auf den Markt kommen. Im Gegensatz zu derzeit erhältlichen Blade-Servern der Konkurrenten RLX und Hewlett-Packard (HP), in denen - zugunsten der Dichte - Stomsparprozessoren von Transmeta beziehungsweise Pentium-III-CPUs zum Einsatz kommen, setzt IBM auf die leistungsfähigeren Xeon-Chips von Intel.

Vierzehn Dual-Prozessor-Blades mit entweder 2,0- oder 2,4-Gigahertz-Xeons will der Hersteller in einem 7U hohen Chassis unterbringen. Dadurch hätten 84 Blades in einem Standard-Rack Platz. Jedes dieser Blades fasst bis zu zwei 40-GB-IDE-Festplatten und unterstützt maximal 8 Gigabyte Hauptspeicher. Darüber hinaus soll sich das BladeCenter-System via Ethernet oder Fibre-Channel-Adapter an Network-Attached Storage-(NAS-)Systeme beziehungsweise Storage Area Networks (SANs) anbinden lassen. Die neuen Server werden die Betriebssysteme Windows 2000 Server und Advanced Server von Microsoft, die Linux-Distributionen von Red Hat und Suse Linux sowie Novell Netware unterstützen. Ferner hat Big Blue die auf die neuen Systeme angepasste Version 4.1 seiner Management-Software "IBM Director" angekündigt. Die Preise für IBMs Blade-Server-Debüt beginnen bei 2178 Dollar.

Big Blues Kompaktsystem basiert auf dem ServerWorks-Chipsatz "GC LE". Die vergangene Woche eingegangene Kooperation mit Intel hinsichtlich der gemeinsamen Entwicklung von Blade-Servern werde IBM nicht daran hindern, die Chipsätze von ServerWorks weiterhin einzusetzen, versichert Jeff Benck, Director Marketing X-Series bei Big Blue. (kf)