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IBM zeigt "TotalStorage SAN Volume Controller"

31.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM hat die unter dem Codenamen "Lodestone" entwickelte Speichervirtualisierung "TotalStorage SAN Volume Controller" (SVC) vorgestellt. Die Software, an der IBM drei Jahre entwickelt hat, wird laut Projektleiter Steve Legg im Bündel mit speziell konfigurierten Servern der hauseigenen xSeries angeboten. Die Dual-CPU-Systeme sind mit Pentium-4-Prozessoren ausgestatten, die mit 2,4 Gigahertz takten, und bieten vier Fibre-Channel-Schnittstellen mit einem Datendurchsatz von zwei Gigabit/s sowie vier Gigabyte Zwischenspeicher.

Mit Hilfe des SVC sollen sich heterogene Speicherumgebungen unabhängig vom Applikations-Server verwalten lassen. Das System folgt dem Konzept der "In-band"-Virtualisierung. Dabei erfolgt das Mapping der logischen auf die physikalischen Einheiten innerhalb des Datenpfads. Nachteil des Verfahrens sind laut Legg höhere Latenzzeiten im Vergleich zur "Out-of-band"-Variante, die Informationen vom Server über das LAN oder einen speziellen Datenpfad via Agenten an die Kontrollinstanz schickt. Dafür erreiche man jedoch eine bessere Kontrolle über das Speichernetz und eine höhere Verfügbarkeit.

Als Betriebssystem kommt eine von IBM angepasste Variante von Suse Linux zum Einsatz. Getestet wurde bislang die Kompatibilität mit Hosts, die unter Linux, Windows sowie den Unix-Derivaten AIX, HP-UX und Solaris laufen, und SAN-Umgebungen (Storage Area Network) von Brocade, McData sowie Inrange. Angestrebt ist die Unterstützung weiterer Systeme, laut Legg muss dabei jedoch noch an der Zuverlässigkeit gefeilt werden. Die Markteinführung von TotalStorage SAN Volume Controller ist für Mitte 2003 geplant, der Preis wird voraussichtlich bei 94.000 Dollar liegen. (lex)