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IBM will Integrationspaket für Java fit machen

02.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM plant, seine auf Websphere basierende Business Integration Suite für Java zu zertifizieren. Damit sollen Applikationen wie das von Crossworlds übernommene Automatisierungs-Tool Interchange, MQ Workflow sowie der MQ Integrator künftig unter dem Websphere Application Server laufen. Die Vorteile einer J2EE-Umgebung seien das einheitliche Programmiermodell sowie eine homogene Umgebung, erklärt John Shedletsky, Vice President in IBMs Software Division, die neue Strategie. Die überarbeitete Version von Websphere Business Integration soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Kritische Worte fand der IBM-Manager für die Konkurrenten Microsoft und Bea. So erfülle eine Code-Basis, die für Desktop-Applikationen entwickelt wurde, bei weitem nicht die Anforderungen von Server-Anwendungen. Es

gebe im Grunde nur ein Problem mit Microsofts .NET-Strategie, so Shedletsky, sie sei dumm. Im Zusammenhang mit Bea könne er sich nicht vorstellen, dass ein Anbieter, der nur ein Produkt verkaufe, überlebensfähig sei. Die angegriffenen Wettbewerber wiesen die Vorwürfe zurück. So äußere sich Microsoft gerne zu technischen Problemen, aber nicht zu unqualifizierten Bemerkungen, die den Kunden nichts brächten. Ein Bea-Verantwortlicher verwies in Fragen auf die eigene Überlebensfähigkeit auf die rund 13 500 Kunden seines Unternehmens. (ba)