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IBM verkauft Produktionsstätte an lokale Investoren

02.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM will eine Produktionsstätte für Mikroelektronik in Endicott, New York, an das Konsortium Endicott Interconnect Technologies veräußern. Presseberichten zufolge übernimmt das von lokalen Investoren neu gegründete Unternehmen neben der Fabrik auch 2000 der insgesamt etwa 4000 Beschäftigten in Endicott. Die andere Hälfte der Belegschaft will Big Blue weiterbeschäftigen. Gleichzeitig mieten die Armonker für zehn Jahre 130.000 der insgesamt 380.000 Quadratmeter an, die Fläche soll jedoch nicht zu Produktionszwecken genutzt werden. Außerdem wird IBM Kunde von Endicott Interconnect. Das Transaktionsvolumen ist nicht bekannt, die Käufer wollen jedoch insgesamt 100 Millionen Dollar in die Fertigungsstätte investieren.

Der Verkauf ist Teil der Restrukturierungspläne, die Big Blue Anfang vergangenen Monats angekündigt hatte, um auf die Verluste in den Bereichen Halbleiter und Festplatten zu reagieren. Die darin beschlossenen Stellenstreichungen, Verkäufe von Vermögenswerten und andere Sparmaßnahmen sollen im zweiten Geschäftsquartal mit Sonderabschreibungen in Höhe von zwei bis 2,5 Milliarden Dollar zu Buche schlagen (Computerwoche online berichtete).