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IBM unterstützt Linux-PDA Zaurus

18.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM integriert die Unterstützung für die von Sharp unter dem Label "Zaurus" produzierten Linux-PDAs (Personal Digital Assistants) in seine Linux- und Java-basierenden Middleware-Produkte. Laut Hersteller sind bis Mitte 2003 entsprechende Versionen von "Websphere Everyplace" verfügbar. Mit der Software sollen sich unter anderem DB2-Funktionen sowie Tivoli- und Lotus-Produkte auf dem PDA nutzen lassen. Bislang sind Varianten für Palm-PDAs und Pocket-PCs sowie WML- (Wireless Markup Language) und Sync-ML-basierende Handys erhältlich.

Der Zaurus "SL-C700" bietet ein schwenkbares Display mit einer Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten. (Bild: Sharp)
Der Zaurus "SL-C700" bietet ein schwenkbares Display mit einer Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten. (Bild: Sharp)

Mit der Anbindung an Websphere Everyplace zielen die Hersteller auf den Markt für mobile Unternehmensanwendungen. Der Mangel an Applikationen ist bislang das Hauptmanko des mit Linux betriebenen Zaurus. Im Vergleich zu mehreren Tausend Anwendungen für Palm OS und Pocket PC stehen erst rund 550 Programme für den Zaurus zur Verfügung, davon 50 ausschließlich in japanischen Sprachversionen. Vor allem der angekündigte und in Japan bereits vorgestellte "SL-C700" eigne sich für den Einsatz im Unternehmen, sagen Experten. Das Gerät kommt mit einem schwenkbaren Display, das eine Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten bietet. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen zählen eine XScale-CPU, die mit 400 Megahertz taktet, 32 Megabyte SDRAM (Synchronous Dynamic Read Access Memory) und 64 Megabyte Flash-Speicher. (lex)