Know-how-Akquisition für Domino

IBM und Lotus kaufen sich bei Netobjects ein

28.03.1997

Lotus-President Jeffrey Papows hat die bereits auf der Lotusphere im vergangenen Januar angedeutete Übernahme nun in einem Interview mit der CW-Schwesterpublikation "Computerworld Hong Kong" bestätigt. Die neue IBM-Tochter beschäftigt derzeit rund 150 Mitarbeiter und soll ihre Unabhängigkeit behalten, insbesondere bezüglich der laut Papows erfolgreichen Produktstrategie in Richtung der Netscape-Welt.

Innerhalb des Netobjects-Vorstands wird es keine größeren Veränderungen geben: Gründer und CEO Samir Arora sowie der frühere Apple-Chef John Sculley, den Papows als einen der großen Firmeninvestoren beschreibt, werden ihren Posten behalten. Die Interessen von IBM soll künftig Lotus-Vice-President Mike Zisman vertreten, eventuell in der Position des Chairman.

Die Start-up-Company wurde vor 16 Monaten im kalifornischen Redwood City gegründet und hat seitdem die Aufmerksamkeit der Branche auf sich gezogen. Anerkennung fand vor allem das im vergangenen Monat freigegebene "Fusion 2.0", ein Produkt zum Aufbau von Web-Sites. Lotus sei daran gelegen, diese Technik mit der von "Notes" und dem Web-Server-Pendant "Domino" zu verknüpfen.