Celeron: Intels Billigprozessor als Ersatz für 386er?

IBM und Dell auf der Suche nach dem Low-end-Markt

19.06.1998

Schwerwiegender Nachteil des Celeron ist ein fehlender integrierter Level-2-Cache, der für schnelle Datenzugriffe sorgt, auf der anderen Seite aber den Preis der CPU in die Höhe treibt. Die sogenannten Power-User werden sich nur schwer an das System gewöhnen lassen, für einfache Anforderungen kann der Celeron aber eine Alternative aufzeigen. Kurt Holman, Produkt-Marketing-Manager für die Optiplex-Reihe bei Dell, sieht die Zielgruppe folglich in den Anwendern, die der Net PC vor einem Jahr nicht überzeugen konnte. Signifikante Verkaufsanteile Celeron-basierter Systeme will aber auch Holman nicht voraussagen.

Während das künftige Dell-System auf der noch nicht vorgestellten Intel-CPU mit 300 Megahertz Taktfrequenz aufbaut, hat IBM bereits jetzt einen Celeron-Rechner im Angebot. Der "PC 300GL" arbeitet mit 266 Megahertz und ist in verschiedenen Hardware-Ausbaustufen erhältlich. Wahlweise sind die Betriebssysteme Windows 95 oder NT vorinstalliert. Ferner kommt der Rechner mit Management- und Sicherheits-Tools in den Handel. Die Preise beginnen ab 2100 Mark. Beruhigend zu wissen: Der vorhandene Chipsatz unterstützt auch die gängigen Pentium-II-Prozessoren von Intel. Laut IBM ist somit der Investitionsschutz für Kunden gewährleistet.