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IBM öffnet Sun ein WS-I-Hintertürchen

06.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein Vorstoß von IBM könnte es Sun Microsystems nun doch ermöglichen, der Web Services Interoperability Organization (WS-I) mit dem gewünschten einflussreichen Status als Board Member beizutreten. Bei der Gründung der Initiative, die inzwischen mehr als 100 namhafte Unternehmen umfasst, war Sun außen vor geblieben; bisherige Anträge der McNealy-Firma auf einen prominenten Beitritt hatte die WS-I abgelehnt (Computerwoche online berichtete). Microsoft, das neben IBM zu den Gründungsmitgliedern gehört und mit Sun bekanntlich nicht eben freundschaftlich verbunden ist, soll sich laut "Computerwire" dafür ausgesprochen haben, die bisherige Vorstandsstruktur zu erhalten und sich statt einer organisatorischen Veränderung lieber darauf zu konzentrieren, das die WS-I konkrete Inhalte abliefert.

IBM hat nun jedenfalls angeregt, dass das WS-I-Board um zwei Ressorts erweitert wird. Ob Sun allerdings einen davon erhält, ist keineswegs gesichert. Die Besetzung muss von den übrigen Vorstandsmitgliedern abgesegnet werden, und diese hatten zuvor auch schon die Anträge von 16 anderen Bewerbern auf eine Aufnahme auf Vorstandsebene abgelehnt. Eine entsprechende Abstimmung soll in frühestens zwei Monaten stattfinden. (tc)