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IBM nutzt Open-Source-Software Geronimo für neuen Application Server

26.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit seinem Websphere Application Server Community Edition (WAS CE) spricht IBM vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen an, aber auch Fachabteilungen in großen Organisationen. Sie sollen mit dem kostenlos erhältlichen System günstig in die J2EE-Server-Welt einsteigen können. Gegen eine Jahresgebühr ab 900 Dollar pro Server offeriert der IT-Konzern Supportdienste, die sich vorrangig an Entwickler richten.

WAS CE basiert auf dem quelloffenen Application Server Geronimo der Apache Software Foundation. Bereits im Mai hatte IBM den Softwarehersteller Gluecode übernommen, der mit seinem Application Server Gluecode Standard Edition ebenfalls auf Geronimo aufsetzte, darüber hinaus aber eigene Zusatzfunktionen wie eine grafische Oberfläche für die Managementkonsole einbaute (siehe: IBM stutzt Gluecode die Softwareflügel).

IBM-Manager Scott Cosby bezeichnete WAS CE als Nachfolgeprodukt des Gluecode-Servers. Die von Gluecode entwickelte Managementkonsole habe IBM der Open-Source-Community zurückgegeben. Um sein Open-Source-Engagement zu unterstreichen, unterstütze IBM Geronimo-Systeme ab sofort weltweit. Ganz uneigennützig ist das neue Angebot dennoch nicht: Mit dem Einstiegs-Server WAS CE verbindet IBM auch die Hoffnung, dass Kunden später auf höherwertige Websphere-Produkte migrieren. (wh)