Vertrieb läuft über Partner

IBM lockt Mittelständler mit gebrauchten Mainframes

10.07.1998

In den Vereinigten Staaten hat der Hersteller ein Programm vorgestellt, das vorsieht, gebrauchte CMOS-basierte S/390-Großrechner mit einer Rechenleistung bis 170 MIPS kleineren und mittelgroßen Unternehmen anzubieten. Den Vertrieb solcher Maschinen sollen Geschäfts- und Vertriebspartner übernehmen. Als Zielgruppe sehen Big Blues Marketiers auch Kunden, die bereits IBM-Mainframes besitzen, mit einem preisgünstigen System aber zusätzliche Rechenkapazität für weniger geschäftskritische Anwendungen oder beispielsweise Jahr-2000-Tests erwerben wollen.

Zum Angebot der IBM-Partner werde der Verkauf oder das Leasing von CMOS-Rechnern der ersten Generation sowie von gebrauchten Speicher- und Netzprodukten gehören. Kunden könnten dabei Preisvorteile bis zu 20 Prozent im Vergleich zu neuen Systemen erzielen, so die Angaben.

In Deutschland vertreiben die Partner des Herstellers schon seit längerem gebrauchte Maschinen, erklärte Jürgen Rehm, Presseverantwortlicher für die S/390- Produkte bei der IBM-Dependance in Stuttgart. Dabei gebe es allerdings "keine MIPS-Schallmauer".

Weil entsprechende Broker-Firmen unabhängig arbeiteten, seien die Preise sehr unterschiedlich. In Deutschland existierten zirka 3500 potentielle Kunden für Mainframes mit einer Leistung um 170 MIPS, so Rehm.