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IBM liefert Supercomputer für Genforschung

18.12.2000
Die Biotechnikfirma Nutec setzt bald einen IBM-Unix-Cluster zur Erforschung genetisch bedingter Krankheiten ein. Mit 7,5 Tflops wird das System stärkster kommerziell genutzter Numbercruncher weltweit.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die unter anderem auf Biotechnologie spezialisierte US-Company Nutec Sciences aus Atlanta, Georgia, lässt sich von IBM einen Supercomputer liefern. Das System besteht aus unter AIX geclusterten "p640"-Unix-Maschinen und erreicht mit rund 5000 CPUs eine Rechenleistung von 7,5 Tflops. Das erste Viertel wird in diesem Monat, der Rest im Laufe des kommenden Jahres installiert. Der Cluster rangiert nach Aussagen von James Coffin, Leiter des IBM-Bereichs Life Sciences, unter den zehn leistungsfähigsten Numbercrunchern weltweit und wird der schnellste Superrechner, der nicht bei einer US-Regierungsbehörde installiert ist.

Bisher hatte Nutec für seine Rechenaufgaben einen Cluster aus 600 Sun-Servern mit mehr als zwölf TB externem Massenspeicher verwendet, dessen Rechenleistung bei 360 Gflops liegt. Das neue IBM-System wollen die Forscher zur Analyse genetisch bedingter Erkrankungen verwenden. Grundlage ist ein Algorithmus, der vom staatlichen National Human Genome Research Institute entwickelt wurde. Dieser ermöglicht es, das Zusammenwirken mehrerer Gene (Multivarianz) als Ursache von Krankheiten zu untersuchen.