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IBM integriert Web-Applikationen in PCs

21.10.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Künftig sollen Programmierer in der Lage sein, Web-Applikationen in PC-Betriebssysteme zu integrieren. Das behauptet zumindest IBM, dessen Entwicklerteam derzeit eine entsprechende Technologie testet. Ein Prototyp, "Sash" genannt, ermöglicht es laut Hersteller, vorgefertigte Web-Anwendungen oder sogenannte "Weblications" in diverse PC-Umgebungen einzubetten, so daß sie in Optik und Bedienung dem Betriebssystem angepaßt sind. Bisher können die Web-Applikationen nur über einen Browser in Betrieb genommen werden. Allerdings stößt diese Methode häufig durch langsame Ladegeschwindigkeiten, Caching-Probleme, fehlende Desktop-Integration und Sicherheitsmängel an ihre Grenzen. Diese Einschränkungen sollen durch Sash reduziert werden. Die Verbindung zum Server wird IBM-Angaben zufolge automatisch - und ohne daß es der Anwender bemerkt - hergestellt. Der User sieht lediglich das, wonach er gefragt hat, auf dem Bildschirm.

Die Web-Anwendungen für Sash können in HTML (Hypertext Markup Language) oder Javascript geschrieben werden.

Mit Sash können Entwickler Weblications für alle möglichen Zwecke schreiben, erklärt Sean Martin, Mitglied in IBMs Advanced Internet Technologies Group. Diese könne man zum Beispiel als Download ins firmeninterne Intranet stellen oder individuell anpassen, erläutert er weiter. Ein Vertriebsmanager beispielsweise, der mehrmals täglich die gleichen Informationen Firmennetz abrufen müsse, um auf dem neuesten Stand zu sein, könne sich zu diesem Zweck eine persönliche Weblication schreiben lassen.