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IBM-Forscher melden Durchbruch bei Nanoröhrchen

27.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Forscher am T.J. Watson Research Center der IBM im US-Bundesstaat New York ist nach eigenen Angaben ein Durchbruch bei der Herstellung so genannter Halbleiter-Nanoröhrchen aus Kohlenstoff gelungen. Diese sind nur ein 500-stel so dick wie aktuelle Halbleiterstrukturen (0,18 Mikrometer) und könnten die Grundlage künftiger Mikrochips bilden.

Es handelt sich dabei um Ringe aus je sechs Kohlenstoffatomen, die massenhaft hintereinander angeordnet sind und so ein winziges "Röhrchen" bilden. Diese können sich sowohl wie ein Metall (stets leitend) als auch wie ein Halbleiter verhalten (wahlweise leitend oder nicht). Bisherige Produktionsverfahren produzierten beide Varianten, die sich anschließend nicht mit vertretbarem Aufwand trennen ließen. Den Forschern ist es nun gelungen, die "Metall-Version" elektrisch "auszusieben" und damit nur die begehrten Halbleiterröhrchen zu erhalten. Das Team beschreibt sein Verfahren in der heutigen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Science".