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IBM erneuert Java-Entwicklungs-Tool

14.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM kündigt heute die Version 5.1 seines Java-Entwicklungswerkzeugs "Websphere Studio" an. Diese unterstützt die aktuellen Standards im Bereich Web-Services und entspricht auch dem am vergangenen Dienstag veröffentlichten "Basic Profile" (Computerwoche online berichtete) der Web-Services Interoperability Organization (WS-I). Ebenfalls neu ist ein Tool, dass automatisch ein Modell einer existierenden Anwendung erstellt. Hierfür griff Big Blue auf Know-how der im vergangenen Jahr übernommenen Rational Software zurück.

Bob Sutor, Director Websphere Infrastructure Software, erklärte, Ende kommenden Jahres werde Websphere Studio auch Java Server Faces (JSF) unterstützen. Diese noch im Prozess der Standardisierung befindliche Technik soll die Erzeugung Web-basierender Anwendungen erheblich vereinfachen, die auf Datenbanken oder andere Backend-Applikationsn zugreifen. Entwickler könnten dann funktionell reiche Frontend-Pages erstellen, ohne dabei auf die Features von Windows-PCs zurückgreifen zu müssen. Dies ist aus Sicht von Sutor besonders interessant für Anwender, die den Einsatz von Linux auf dem Desktop in Erwägung ziehen.

Websphere Studio 5.1 kostet in der für Web-Entwickler konzipierten Einsteigerversion "Site Developer" ab 1000 Dollar pro Nutzer. Die für J2EE-erfahrene (Java 2 Enterprise Edition) Entwickler gedachte Ausführung "Application Developer" schlägt mit 3500 Dollar zu Buche. Beide Varianten sind ab 20. August zu haben. (tc)