IBM entläßt in Server-Division Personal

19.11.1999

MÜNCHEN (CW) - IBM plant, zwischen drei und sechs Prozent seiner Mitarbeiter in der US-Server-Division zu entlassen. Grund sind Prognosen, nach denen sowohl das vierte Geschäftsquartal 1999 als auch das erste Vierteljahr 2000 für Big Blue mit Gewinneinbrüchen enden wird.

IBM hat nicht bekannt gegeben, wie viele Mitarbeiter de facto gekündigt werden. Analysten gehen einer Meldung des britischen Informationsdienstes "Computergram" zufolge aber von 200 bis 500 Entlassungen aus.

Big Blue hatte bereits vor vier Wochen gewarnt, die Profite der kommenden zwei Quartale würden wegen der geringen Investitionsbereitschaft aufgrund der Jahr-2000-Problematik zurückgehen. Senior Vice-President Sam Palmisano schrieb in einem internen Memo an die Mitarbeiter, man werde in den kommenden fünf Wochen entscheiden, welche Beschäftigten an den Standorten für Server-Entwicklung in Rochester im US-Bundesstaat Minnesota, im texanischen Austin, sowie an den Standorten Poughkeepsie und Somers im Bundesstaat New York das Unternehmen verlassen müssen.

IBM hatte bereits vor einem Monat angekündigt, es werde fünf bis zehn Prozent der 10000 Mann starken PC-Division entlassen. Schon im Juni 1999 hatte Big Blue darüber hinaus rund 1100 Angestellte in Nordkalifornien entlassen, als das Unternehmen Teile seiner Massenspeicheraktivitäten nach Überseee verlagerte.