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IBM baut hybriden Opteron-Cell-Supercomputer

06.09.2006
IBM wird für das Los Alamos National Laboratory "Roadrunner" bauen, einen Supercomputer der Petaflops-Klasse, und dabei neben Opteron-Prozessoren von AMD auch seinen gemeinsam mit Sony und Toshiba entwickelten Cell-Chip nutzen.

Die Angebotsphase für das neue System hatte im Mai dieses Jahres begonnen. Insider berichten nun laut Branchendienst "Cnet", IBM habe sich bei der Ausschreibung durchgesetzt und die National Nuclear Security Administration werde den Deal in Kürze bekanntgeben. Der neue Rechner soll wie üblich in mehreren Phasen entstehen und im kommenden Jahr seine Endausbaustufe erreichen (falls sich die US-Regierung zum vollständigen Kauf entschließt).

Das japanische Institut für physikalische und chemische Forschung (RIKEN) hatte im Juni bereits angekündigt, es habe mit seinem inzwischen fertiggestellten neuen Numbercruncher "Protein Explorer" bereits die Petaflop-Schallmauer durchbrochen – allerdings nicht gemessen mit dem Standard-Supercomputer-Benchmark Linpack.

Roadrunner, Protein Explorer und auch der "Tsubame" am Tokyo Institute of Technology (gebaut von Sun, derzeit siebtschnellster Rechner weltweit) zeigen einen neuen Trend im Supercomputermarkt – die Kombination von Allzweck- mit spezialisierten Beschleuniger-Prozessoren.

Für die IBM wäre der Roadrunner-Deal ein strategisch wichtiger Abschluss. Los Alamos hatte in der Vergangenheit seine Rechner von anderen Herstellern bezogen, unter anderem SGI, Compaq und Linux Networks. IBM war dafür enger mit der Partnerinstitution Lawrence Livermore National Laboratory verbandelt, wo auch der gegenwärtig schnellste Rechner der Welt steht, der Blue Gene/L. (tc)