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i2 meldet Nettoverlust von 861 Millionen Dollar

19.07.2001
Greg Brady, seit Mai Chef der US-Softwareschmiede i2, äußerte sich "enttäuscht" über das schlechte Ergebnis für das zweite Fiskalquartal. Wann die Company wieder schwarze Zahlen schreiben wird, ist unklar.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der auf SCM-Lösungen (Supply-Chain-Management) spezialisierte B2B-Anbieter i2 Technologies rutschte in seinem zweiten Fiskalquartal noch tiefer in die roten Zahlen: Der Nettoverlust der US-Company lag mit 861 Millionen Dollar um mehr als das Doppelte über dem Defizit des vergleichbaren Vorjahres (minus 281 Millionen Dollar). In dem jüngsten Ergebnis sind zahlreiche Sonderbelastungen enthalten, darunter rund 33 Millionen Dollar für die im ersten Fiskalquartal eingeleiteten Entlassungen und Standortschließungen. Der Umsatz fiel im Vergleich zum zweiten Fiskalquartal 2000 geringfügig um zwei Millionen Dollar auf 241 Millionen Dollar. Im ersten Geschäftsquartal 2001 hatte i2 jedoch noch Einnahmen von 357 Millionen Dollar verbucht.

Firmenchef Greg Brady äußerte sich "enttäuscht" über die schlechten Zahlen. Auch Finanzchef Bill Beecher war ernüchtert: "Wir wussten, dass es ein schweres Quartal werden würde. Aber es fiel noch schwieriger aus als erwartet." Das Softwarehaus besitzt derzeit nur noch 819 Millionen Dollar an Barreserven und rechnet mit einer weiteren Verschlechterung seiner Cash-Situation. Prognosen für das kommende Quartal wollte i2 ebenso wenig machen wie Aussagen darüber, wann man die Gewinnzone wieder erreichen werde.

Die Anleger zeigten sich wenig erfreut: Der i2-Kurs sank am gestrigen Mittwoch um 15,44 Prozent auf 13,09 Dollar. Nachbörslich verlor die Aktie um weitere vier Cent auf 13,05 Dollar.