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i2 erwirtschaftet 49 Prozent weniger Umsatz

25.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der auf SCM-Lösungen (Supply Chain Management) spezialisierte Softwareanbieter i2 Technologies hat in seinem vierten Geschäftsquartal 2001 einen Umsatzeinbruch von 48,7 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum gemeldet. Die Einnahmen fielen auf 193,9 Millionen Dollar. Gleichzeitig ging jedoch auch der Nettoverlust von 727 auf rund 590 Millionen Dollar zurück. Ohne Berücksichtigung außergewöhnlicher Belastungen wie für Amortisationen und Restrukturierungen wies i2 ein Defizit von 34,7 Millionen Dollar aus. Im vierten Geschäftsquartal 2000 hatte das texanische Unternehmen noch einen operativen Profit von 44,4 Millionen Dollar erwirtschaftet.

Im gesamten Geschäftsjahr 2001 verbuchte i2 einen Nettoverlust von 7,8 Milliarden Dollar. Nach Angaben des Unternehmens entfielen rund 97 Prozent davon auf Amortisationen und Abschreibungen, die vor allem mit der im Jahr 2000 durchgeführten Übernahme von Aspect Development zusammenhängen. Ein Jahr zuvor hatte das US-Unternehmen ein Minus von 1,8 Milliarden Dollar ausgewiesen. Der Umsatz 2001 sank im Jahresvergleich um 12,5 Prozent auf 985,6 Millionen Dollar.

Trotz allem bezeichnete i2-Chef Greg Brady das vierte Geschäftsquartal als zufriedenstellend. Von der soliden Leistung fühle man sich für das Geschäftsjahr 2002 ermutigt und gut aufgestellt. Bereits in den vergangenen drei Monaten habe i2 die operativen Kosten um zwölf Prozent gegenüber dem dritten Geschäftsquartal gesenkt. Zudem sind die Texaner dabei, 50 Prozent ihrer Produktentwicklung nach Indien zu verlegen. In den kommenden zwei Quartalen will i2 seine Kosten um weitere zehn Prozent reduzieren. (ka)