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Hynix enttäuscht im vierten Quartal

03.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der südkoreanische Halbleiterhersteller Hynix hat die Märkte mit seinem Ergebnis im vierten Quartal 2004 enttäuscht. Auf Konzernebene sei ein operatives Ergebnis von 419,7 Milliarden Won (umgerechnet 317,2 Millionen Euro) erzielt worden, teilte das Unternehmen mit. Im Vorquartal hatte Hynix 486,9 Milliarden Won verbucht. Der Umsatz sei von 1,54 auf 1,45 Billionen Won zurückgegangen. Der Reingewinn betrug 186,1 Milliarden Won.

Als Ursachen für die Entwicklung führte das Unternehmen den schwachen Dollar und das Nachlassen der Chip-Preise an. Analyst Jay Kim von dem Investmenthaus Hyundai Securities sagte, Hynix habe die von ihm erstellten Prognosen verfehlt. Jay hatte einen operativen Gewinn von 495 Milliarden Won und einen Überschuss von 487 Milliarden Won erwartet. Der Experte sah die Quartalsbilanz im Zusammenhang mit dem unerwartet starken Verfall bei den DRAM-Speicherpreisen und Rückstellungen für kartellrechtliche Verfahren.

Die Konzerntochter Hynix Semiconductor erzielte auf Gesamtjahresbasis allerdings einen Rekord. Im Jahr 2004 sei mit dem konsolidierten Betriebsergebnis von 2,02 Billionen Won (1,53 Milliarden Euro) erstmals die Marke von zwei Billionen überschritten worden. Das Ergebnis bedeute eine Steigerung um 4,24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz sei um 58 Prozent auf 6,09 Billionen Won gestiegen. Damit sei Hynix wieder zum weltweit zweitgrößten Hersteller von DRAM-Speicherchips aufgerückt.

Das Unternehmen führte den Anstieg unter anderem darauf zurück, dass der verbesserte Umsatz mit hochwertigen Chips den negativen Währungseffekt durch den schwachen Dollar ausgeglichen habe. (dpa/tc)