Bericht

Huawei verkauft Honor für 13 Mrd. Euro

10.11.2020
Von 
Panagiotis Kolokythas arbeitet seit Juni 2000 für pcwelt.de. Seine Leidenschaft gilt IT-News, die er möglichst schnell und gründlich recherchiert an die Leser weitergeben möchte. Er hat den Überblick über die Entwicklungen in den wichtigsten Tech-Bereichen, entsprechend vielfältig ist das Themenspektrum seiner Artikel: Windows, Soft- und Freeware, Hardware, Smartphones, soziale Netzwerke, Web-Technologien, Smart Home, Gadgets, Drohnen… Er steht regelmäßig für PCWELT.tv vor der Kamera und hat ein eigenes wöchentliches IT-News-Videoformat: Tech-Up Weekly.
Einem Bericht zufolge hat Huawei einen Käufer für seine Budget-Handy-Marke Honor gefunden.

Huawei soll einen Käufer für seine Smartphone-Marke Honor gefunden haben. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag meldet, werde ein Konsortium die "Günstig-Handy"-Sparte von Huawei übernehmen. Dem Konsortium gehöre der Handheld-Distributor Digital China und die chinesische Stadt Shenzhen an, wo Honor auch seinen Hauptsitz hat. Die Kaufsumme soll bei 100 Milliarden Yuan liegen, was umgerechnet einem Betrag von etwa 13 Milliarden Euro entspricht.

Huawei will seine Honor-Marke verkaufen.
Huawei will seine Honor-Marke verkaufen.
Foto: Honor

Gerüchte darüber, dass Huawei sich von Honor trennen will, gibt es schon seit einiger Zeit, wie wir auch bereits berichteten. Grund dafür soll der erhöhte finanzielle Druck sein, unter dem Huawei als zweitgrößter Smartphone-Hersteller aufgrund der weiterhin geltenden US-Sanktionen steht. Huawei will sich daher angeblich verstärkt auf die Produktion von Premium- und Business-Smartphones konzentrieren. Honor hat dagegen eher eine jüngere Zielgruppe im Fokus, die nicht so viel Geld für Smartphones und andere Gadgets ausgeben will.

Dem Reuters-Bericht zufolge werde das Konsortium komplett Honor übernehmen, inklusive der Forschungs- und Entwicklungsabteilung und aller Lieferketten. Geplant sei, die komplette Führungsriege und alle rund 7.500 Mitarbeiter zu behalten. Alle an dem Deal beteiligten Seiten wollten sich Reuters gegenüber zu der Angelegenheit nicht äußern. (PC-Welt)