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Huawei stoppt Verkäufe in den USA

07.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Ende Januar von Cisco verklagte chinesische Netzausrüster Huawei hat seine Verkäufe in den USA gestoppt. Bereits an Kunden ausgegebene Produkte sollen zurückgenommen werden. Cisco hatte vor einem texanischen Gericht einen Prozess angestrengt, weil Huawei angeblich die patentrechtlich geschützte Systemsoftware IOS und Teile der Cisco-Hilfetexte in sein eigenes Router-Betriebssystem "Quidway" integriert haben soll (Computerwoche online berichtete). Die dem Gericht vorgelegten Forderungen Ciscos gehen jedoch weiter. So will der Hersteller nicht nur ein Verkaufsverbot erwirken, sondern auch Schadensersatz.

Huawei vertritt hingegen die Auffassung, dass mit dem Verkaufsstopp Ciscos Forderungen ausreichend Folge geleistet wurde. Man habe in den USA ohnehin nur wenig Geräte abgesetzt. In Kürze will der chinesische Hersteller neue Produkte auf den Markt bringen, die keine Cisco-Patente verletzen. (lex)