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HPs Ergebnis besser als erwartet

17.08.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hewlett-Packard (HP) hat im dritten Geschäftsquartal 1999 (Ende: 31. Juli) die Erwartungen der Wallstreet-Analysten übertroffen - wenn auch nur um fünf Cent je Aktie. Das Unternehmen aus Palo Alto erzielte einen Profit von 853 Millionen Dollar oder 85 Cent je Aktie. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum lag der Gewinn noch bei 621 Millionen Dollar, pro Anteilschein waren 58 Cent erwirtschaftet worden. Ebenfalls positiv entwickelten sich die Quartalsumsätze von HP: Sie beliefen sich auf 12,2 Milliarden Dollar; ein Jahr zuvor setzte der Konzern rund 1,2 Milliarden Dollar weniger um.

Lewis Platt, Chairman des Unternehmens, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis: "Unsere Anstrengungen, durch neue Vertragsabschlüsse ein Umsatzwachstum zu erzielen, tragen erste Früchte." Auch die Gewinnsteigerung fand Anerkennung bei Platt, der im März angekündigt hatte, seinen Stuhl als CEO von HP zu räumen. "Diverse Geschäftsbereiche haben ihre Profitabilität verbessert, so daß unsere Erwartungen übertroffen wurden". Zum Nachfolger von Platt als CEO war erst vor kurzem die Managerin Carleton Fiorina ernannt worden. Tim Bajarin, Chef des kalifornischen Beratungsunternehmens Creative Strategies, sieht die Berufung der ehemaligen Topmanagerin von Lucent Technologies durchaus positiv: Dieser Schritt habe das "Vertrauen in HP eindeutig gesteigert."

Während die Umsätze in den USA um acht Prozent zulegen konnten, kletterten sie in Europa um 13 und im asiatischen Raum um 24 Prozent. Das IT-Geschäft von HP verzeichnete einen Anstieg von zwölf Prozent, wobei in erster Linie der Absatz von Notebooks, PCs und Servern anstieg. Im Bereich Kundendienst und Support war das Ergebnis jedoch eher durchwachsen.

Die Auskoppelung der eigenen Meß- und Labortechnik-Sparte unter dem Namen Agilent Technologies ist in dem Quartalsergebnis nicht eingeschlossen. Sie schlägt mit und 60 Millionen Dollar zu Buche, wodurch sich der Gewinn pro Aktie auf 81 Cent verringert. In diesem Zusammenhang hat HP angekündigt, das Unternehmen im nächsten Jahr an die Börse zu bringen. Rund 100 Millionen Dollar sollen dadurch in die Kassen fließen. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekanntgegeben. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen, die den Börsengang suchen, handelt es sich bei Agilent nicht um die typische Start-up-Company. Mit 43 000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von rund acht Milliarden Dollar dürfte es sich um eins der größten Unternehmen handeln, die jemals an der Börse plaziert wurden.