HP will in Osteuropa investieren

03.11.1995

BERLIN (CW) - Die Hewlett-Packard GmbH scheint den derzeit hohen Kostendruck fuer Unternehmen in Deutschland noch ausgleichen zu koennen. Allerdings wisse man nicht, "wie lange uns das noch gelingen wird", so Mario Fontana von der Geschaeftsleitung auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Eine grosse Unterstuetzung seien auch die sehr guenstigen Bedingungen fuer Investitionen in den neuen Laendern nicht. Ein auf dem Weltmark agierendes Unternehmen wie HP duerfe sich nicht nur von nationalen Gesichtspunkten leiten lassen.

Bei neuem Engagement muesse daher geprueft werden, wo man sich aus strategischen Gruenden am besten ansiedeln koenne. Investitionen in Ostdeutschland seien nur in Verbindung mit dem Wettbewerb in Osteuropa interessant.

Beispielsweise wuerde es derzeit in Russland sehr gute Voraussetzungen fuer die Entwicklung von Software geben, behauptete der Manager, was allerdings auch fuer die neuen Bundeslaender zutreffe.

In dieser Region wuerden die Lohnkosten noch eine untergeordnete Rolle spielten. Fuer die administrative Massenfertigung sei dieser Standort jedoch nicht mehr konkurrenzfaehig.