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HP will Hewlett aus dem Verwaltungsrat verbannen

02.04.2002
HP will Walter Hewlett künftig nicht mehr für den Verwaltungsrat nominieren. Damit reagierte der IT-Konzern auf die Klageerhebung des Sohns von William Hewlett.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hewlett-Packard (HP) gab am gestrigen Montag bekannt, dass man Walter Hewlett künftig nicht mehr für den Verwaltungsrat nominieren werde. Das Unternehmen reagierte damit auf die jüngste Klageerhebung des Sohns von Firmengründer William Hewlett. Hewlett, Gegenspieler von HP-Chefin Carleton Fiorina im Kampf um die Fusion zwischen HP und Compaq, will überprüfen lassen, wie es zu dem Votum großer institutioneller Anleger kam, die trotz gegenteiliger Ankündigung für die Fusion stimmten. Hewlett ist insbesondere an dem Abstimmverhalten der Deutsche Asset Management interessiert, einer Tochter der Deutschen Bank AG (Computerwoche online berichtete).

Der geplante Ausschluss von Hewlett aus dem HP-Aufsichtsgremium gilt auch für den Fall, dass die Fusion mit Compaq doch nicht zustande kommen sollte. Als Begründung deutete HP auf "seine (Walter Hewletts, Anm. d. Red.) laufende kontroverse Haltung gegenüber der Firma, die sich in seinem jetzigen Rechtsstreit gegen HP zeige“, hin. (jm)