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HP versucht im Speichergeschäft verlorenes Terrain zurückzugewinnen

18.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die nach eigenen Angaben "wichtigste Speicherankündigung der Firmengeschichte" verkündete Hewlett-Packard auf der "Storageworks"-Konferenz in Las Vegas: Vorgestellt wurden drei neue Modelle des "Enterprise Virtual Array" (EVA), im NAS-Bereich das "Enterprise File Services Clustered Gateway" und ein "WAN Accelerator", sowie für Backup, Restore und Archivierung eine virtuelle Bandbibliothek und eine modulare Mittelklasse-Library. Das Ganze wird abgerundet durch das "Information Lifecycle Management Services Framework", das den Anwendern Beratung, Support, Management-Services und schnelles Recovery der Datenbankumgebungen anbietet.

Ann Livermore, HPs Executive Vice President der Technology Sales Group, eröffnete die Hausmesse im Spielerparadies mit dem Hinweis, dass das neue Angebot von HP mit den drei großen Veränderungen in der IT korrespondiere. Erstens werden alle Inhalte digital, das gelte für den Arbeitsplatz, die Schule und zuhause. Als zweites werde dieses Technik in alle Aspekte des täglichen Lebens eingebettet: "Wenn diese Technik im Leben so stark verankert ist, dann wollen wir, dass sie einfach zu benutzen ist". Die dritte Veränderung liegt ihrer Meinung nach in der steigenden Heterogenität der technischen Geräte. Deshalb fordert sie sicherzustellen, dass "die Dinge zusammenarbeiten".

Die neuen Speicherprodukte von HP im Einzelnen:

- Die Subsysteme "Eva 4000", "6000", "8000" mit Speicherkapazitäten von 17 bis 72 TB;

- Ein Clustered Gateway imNAS-Umfeld, das aus Proliant-Servern mit Suse-Linux-Betriebssystem und der Clustered-File-Software besteht. Das Gateway lässt sich auf bis zu 16 Knoten skalieren und ist aus Sicherheits- und Performancegründen symmetrisch aufgebaut;

- Der WAN Accelerator dient zur Konsolidierung der File-und Applikations-Server von Aussenstellen am zentralen Rechenzentrum. Das Produkt soll den Datenverkehr drastisch reduzieren und den Zugriff nahezu in Echtzeit erlauben;

- Die virtuelle Bandbibliothek "6000 VLS" für schnelles Backup und Restore. Das Festplattensystem präsentiert sich den Host-Rechnern als Bandarchiv, so dass bestehende Backup-Programme weiterbenutzt werden können. Die Lösung gibt es als Einstiegsgerät "VLS 6105" mit einer Kapazität von 2,5 bis 5 TB und als Mittelklassesystem "VLS 6510", das 5 bis 10 TB aufnehmen kann. (kk)