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HP und Sungard streiten um Comdisco

11.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hewlett-Packard (HP) und der Finanzsoftware-Spezialist Sungard werden sich bei der heute statt findenden Versteigerung der Disaster-Recovery-Einheit von Comdisco aller Voraussicht nach einen harten Preiskampf liefern. Branchenexperten gehen davon aus, dass sich die Gebote für das Filetstück der bankrotten US-Company auf weit über 800 Millionen Dollar hochschrauben werden. Comdisco hatte Mitte Juli Antrag auf Gläubigerschutz nach Paragraf elf des US-Konkursrechts gestellt. Kurz darauf hatten HP und Sungard bereits Kaufangebote für Comdicos Sicherheits-Unit auf den Tisch gelegt. HPs 610-Millionen-Dollar-Offerte konterte Sungard wenig später mit einem Übernahmeangebot von 775 Millionen Dollar (Computerwoche online berichtete). Mit der heutigen Auktion soll die Angelegenheit nun für alle Beteiligten zu einem fairen Ende gebracht werden. Die Verfahrensregeln wurden vom US. Bankruptcy Court for the Northern District of Illinois in Chicago festgelegt. Für Comdisco selbst ist dies allerdings erst der Anfang: Im Laufe dieses Monats soll auch noch das Leasing-Geschäft des Unternehmens unter den Hammer kommen.