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HP spart auch bei der Forschung

22.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Sparmaßnahmen, die HP-Chef Mark Hurd der Company verordnet hat, machen auch vor der Forschung nicht Halt: Aus einer internen E-Mail, die der Presse zugespielt wurde, geht hervor, dass Hewlett-Packard vier Projekte der "HP Labs" aufgibt. Betroffen sind 70 der 700 Mitarbeiter, darunter der Softwareveteran Alan Kay. Der Chef von HPs jetzt geschlossener "Advanced Software Research Group", machte sich in den 70er Jahren einen Namen durch die am Xerox-Parc entwickelte grafische Benutzeroberfläche und der von ihm mit entworfenen Programmiersprache "Smalltalk". Bei HP arbeitete Kay, der 2002 zum Unternehmen stieß, an einem neuen Betriebssystem für das Internet.

Geschlossen werden auch die Cambridge Research Labs, das Consumer Applications and Systems Lab sowie das Emerging Technologies Lab. Einige der Forschungsprojekte sollen an anderen Standorten weitergeführt werden. Nicht betroffen sind die Grundlagenforschung auf den Gebieten Quanten-Computing, Nanotechnik sowie Printing und Imaging. Dafür hat HP die Organisationsstruktur der Labors vereinheitlicht, die jetzt alle direkt an Forschungschef Dick Lampman berichten. (kk)