Supply-Chain-Problemen zum Trotz

HP sieht Grund zum Optimismus

01.06.2022
Von Redaktion Computerwoche
Obwohl das Laptop- und Printer-Business in Schwierigkeiten steckt, hat HP seine Umsatzprognosen angehoben.
Den anhaltenden Supply-Chain-Unpässlichkeiten zum Trotz blickt HP optimistisch in die Zukunft.
Den anhaltenden Supply-Chain-Unpässlichkeiten zum Trotz blickt HP optimistisch in die Zukunft.
Foto: HJBC - shutterstock.com

HP blickt trotz Lieferkettenunterbrechungen und Ukraine-Krieg optimistisch in die Zukunft. Der Umsatz des Technologieriesen stieg im Ende April abgeschlossenen zweiten Finanzquartal um 3,9 Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar (15,9 Milliarden Dollar im Vorjahr). Der Nettogewinn schrumpfte allerdings im Vorjahresvergleich von 1,2 auf eine Milliarde Dollar - was in erster Linie der Beendigung des Russland-Geschäfts geschuldet sei. Den Problemen zum Trotz hat HP seine Jahresgewinnprognose um drei Cent auf 4,31 Dollar pro Aktie angehoben.

Rettungsanker B2B

Grund für Optimismus sieht HP - ähnlich wie bereits Dell und Lenovo - im florierenden B2B-Geschäft: Während die Umsätze mit Hardware im Consumer-Segment stagnierten, investierten die Unternehmen dank des Remote- und Hybrid-Work-Trends weiter in Rechner und Zubehör, hieß es.

Zwar stelle der Chipmangel nach wie vor ein Problem für die gesamte Branche dar, doch HP-Chef Enrique Lores schätzt den Mangel als nicht mehr ganz so gravierend ein. Dennoch rechnet er damit, dass die Komponentenknappheit noch mindestens bis Ende 2022 andauern wird. Der Chipkrise plane HP unter anderem mit der Neuentwicklung von Hardware zu begegnen.

Der für PCs und Notebooks zuständige HP-Bereich Personal Systems steigerte seine Einnahmen gegenüber der Vorjahresperiode um neun Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar. Hier stieg der Umsatz mit Business-Kunden um 18 Prozent, während die Einnahmen mit Privatkunden um sechs Prozent zurückgingen. HP gelang die Umsatzsteigerung, obwohl die einzelnen Rechnerverkäufe um 17 Prozent zurückgingen: HP setzte um 23 Prozent weniger Notebooks und um elf Prozent weniger Desktops ab als im zweiten Quartal des Vorjahres.

Federn lassen musste HP im Druckergeschäft, wo der Umsatz um sieben Prozent auf fünf Milliarden Dollar zurückging. Der Absatz von Einzelgeräten brach gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent ein. Allerdings konnte HP mit einem verstärkten Fokus auf Services in diesem Marktsegment die Probleme in Grenzen zu halten. Auch hier war das Consumer-Segment mit Erlöseinbußen von zwölf Prozent und mit einem Einbruch bei den verkauften Einheiten von 23 Prozent weitaus stärker betroffen als das Business-Segment. Hier ging der Umsatz um vier Prozent zurück und HP setzte um 17 Prozent weniger Geräte ab. (fm)