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HP packt Linux auf seine High-end-Chips

21.12.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hewlett-Packard (HP) will das Open-Source-Linux auf seinen 64-Bit-Prozessoren der "PA-RISC"-Reihe anbieten. Damit die neue Version in der ersten Hälfte des nächsten Jahres auf den Markt kommt, hat der kalifornische IT-Konzern nach Angaben von hochrangigen Mitarbeitern ein Linux-Beratungsunternehmen engagiert. Dadurch soll die termingerechte Fertigstellung des 64-Bit-Sytems gewährleistet werden, erklärte Mike Balma, Leiter der Open Source Solutions Operation (Osso) bei HP. Eine 32-Bit-Version des offenen Betriebssystems für die PA-RISC-Architektur sei schon fertiggestellt.

HP hat sich Anfang des Jahres zudem mit der Puffin Group Linux-Programmierer ins Boot geholt, die Osso bei der Entwicklung des Linux-Ports für die RISC-Prozessoren unterstützen. Eine entsprechende Linux-Testversion soll im Februar 2000 erhältlich sein, kündigte Balma an.

Linux läuft bereits auf Computern mit 64-Bit-"Ultra-Sparc"-Prozessoren von Sun Microsystems und 64-Bit-"Alpha"-Chips von Compaq. Außerdem arbeiten viele Unternehmen, darunter HP, Intel, IBM sowie die größten Linux-Distributoren, in dem Trillian-Projekt daran, Linux für Intels künftige 64-Bit-Prozessoren kompatibel zu machen (CW Infonet berichtete).