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HP luchst Sun Kunden ab

30.09.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit seinem Programm "Sun Eclipse" scheint Hewlett-Packard den Konkurrenten Sun Microsystems immer stärker zu treffen. Die Initiative soll Sparc-Solaris-Anwender durch günstige Preise dazu bewegen, vor allem auf Linux-basierende "Proliant"-Server umzusteigen. Inzwischen wurde das Angebot erweitert um Proliant- und "Integrity"-Maschinen unter Windows sowie um Integrity-Server mit dem Unix-Derivat HP-UX.

Paul Miller, HPs Marketing-Chef für Standard- und Blade-Server der Proliant-Reihe, hat dem britischen Nachrichtendienst "Computerwire" Zahlen vorgelegt. Demnach erbrachte das Sun-Eclipse-Programm in der ersten Hälfte dieses Jahres einen Umsatz von 200 Millionen Dollar, 150 ehemalige Sun-Kunden sind zu HP gewechselt. Das sei fast eine Verdoppelung des Umsatzes gegenüber dem Vergleichzeitraum 2004, für den Miller keine absoluten Zahlen nannte. Schon in den ersten drei Monaten nach dem Start des Programms im Oktober 2003 habe HP mit der Initiative 50 Sun-Anwender gewinnen und 75 Millionen Dollar Umsatz generieren können. Schon im Sommer des vergangenen Jahres habe das Sun-Eclipse-Programm eine Wachstumsrate von 50 Prozent vorweisen können.

Windows spielt im Rahmen des Angebots offenbar keine Rolle. Laut Miller entfielen in der ersten Jahreshälfte 2005 rund 60 Prozent des Umsatzes auf Linux-Plattformen und rund 40 Prozent auf HP-UX-Maschinen. Nach Zahl waren etwa 85 Prozent der Rechner Linux-basierend, während die größeren Integrity-Systeme dazu beitrugen, dass 15 Prozent mit HP-UX ausgeliefert wurden. (ls)