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HP findet Compaq-Aktionäre mit 28,6 Millionen Dollar ab

04.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hewlett-Packard (HP) hat sich laut Presseberichten mit Aktionären des Fusionspartners Compaq über eine Abfindung in Höhe von 28,6 Millionen Dollar geeinigt. Die Anleger hatten Compaq 1998 beschuldigt, es habe die Umsätze und Gewinne künstlich aufgebläht, indem erwartete Einnahmen - etwa durch Serviceverträge - aus künftigen Quartalen vorgezogen wurden. Die Sammelklage richtete sich gleichzeitig gegen die Manager des texanischen Computerherstellers. Ihnen wurde vorgeworfen, sie hätten die Situation ausgenutzt, um Firmenbeteiligungen zu einem hohen Kurs zu veräußern.

Nach Angaben des Compaq-Anwalts John Carter ist die nach drei Monaten Verhandlung erzielte Einigung nicht mit einem Schuldgeständnis zu verwechseln. Es handle sich vielmehr um eine Möglichkeit, den Streit auf einer zufriedenstellenden Basis zu schlichten. Die Abfindungssumme soll unter Investoren aufgeteilt werden, die zwischen dem 10. Juli 1997 und dem 6. März 1998 Compaq-Aktien gekauft hatten. Die Beilegung des Streits bedarf allerdings noch der Zustimmung eines Bundesrichters. Außerdem können einzelne Anleger entscheiden, ob sie das Angebot annehmen oder versuchen, separat ihre Ansprüche gegen Compaq geltend zu machen. (mb)