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HP erweitert "StorageWorks"-Portfolio

14.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hewlett-Packard (HP) hat im Rahmen der "StorageWorks"-Reihe neue Funktionen für Soft- und Hardwarekomponenten angekündigt. Demnach unterstützt die "esl900"-Bandbibliothek nun Kombinationen der Bandlaufwerke "Ultrium 230", "Ultrium 460", "SDLT 220" und "SDLT 320". In einer Bibliothek können laut HP bis zu 64 Laufwerke und 2278 Kassetten betrieben werden. Ein integrierter "Ultra3" SCSI Fibre Channel Controller lässt sich vorschalten. Verbessert wurden außerdem die gerätespezifischen Sicherheitslevel, die Chache-Verwendung und die Reporting-Funktionen.

Neu verfügbar ist das Bandlaufwerk "HP StorageWorks DAT72h". Es bietet laut HP eine höhere Skalierbarkeit für DDS-Speicherlösungen und bietet eine Kapazität von 72 Gigabyte, die komprimiert in 3,5 Stunden abgelegt werden können. Über einen Klick sollen sich Systeme automatisiert wiederherstellen lassen. Das DAT72h lässt sich im laufenden Betrieb an Proliant- und Alpha-Server anbinden, verspricht der Hersteller.

Auf der Softwareseite hat HP den "HP OpenView Storage Data Protector" überarbeitet. Neue Funktionen in der Version 5.1 sollen die Datenverfügbarkeit und die Datenrettung verbessern. Dazu gehören ein Single Backup für Microsoft-Exchange-Mailboxen, die vollständige Integration mit dem Microsoft-VSS (Volume Shadow Copy Service), neue "Group-by-Devices"- und "Group-by-Host"-Ansichten in der SAN-Autokonfiguration (Storage Area Network) sowie ein erweiterter Schutz für IA-64-Plattformen einschließlich Windows Server 2003, HP-UX und Linux. Unterstützt werden laut HP Online-Backups für DB2 unter HP-UX, AIX, OpenVMS und Windows Server 2003 sowie die Online-Datensicherung für Oracle 9i und SQL Server 2000.

Neu auf den Markt gebracht hat HP "StorageWorks Secure Fabric OS". Die Software basiert auf der SAN-Lösung von Brocade und reduziert laut Hersteller die Komplexität von Sicherheitslösungen. Außerdem soll sie den manuellen Verwaltungsaufwand senken. Demnach lassen sich die Verbindungen von Geräten und Switches sowie der Zugriff von Anwendern verwalten. Enthalten ist außerdem ein Konfigurations-Server. Die Software unterstützt die gesamte "B"-Serie der HP StorageWorks SAN Switches.

HP hat zudem neue Dienste zur Verwaltung von Speichersystemen angekündigt, die voraussichtlich ab Herbst 2003 verfügbar sind.

Der "Data Replication Solution Service" basiert auf den Technologien "Continuous Access" und "Business Copy" und ermöglicht laut HP die Implementierung einer integrierten Datenreplizierung.

"Disaster Tolerant Management Service" soll im Fall einer Katastrophe Ausfallzeiten minimieren und Wiederherstellungsprozesse unterstützen. Der Dienst lässt sich laut Hersteller auf die gesamte IT-Umgebung erstrecken.

"Storage Optimization Assessment Service" dient zur Optimierung bestehender Anlagen. Dabei werden freie Ressourcen ermittelt, die Leistung analysiert und Planungshilfen erstellt.

Der ab sofort verfügbare "Storage Area Management Solution Service" soll Anwender dabei unterstützen, mittels Analyse der Geschäftsprozesse Ablaufsteuerungen für Speicherumgebungen zu implementieren.

Für die Disc Arrays "128" und "1024" der Serie "StorageWorks XP" bietet HP eine On-Demand-Lösung. Dabei zahlen Anwender einen festen monatlichen Betrag sowie einen variablen Anteil, der sich aus der aktuellen Nutzung der Geräte berechnet. Durch die Möglichkeit, Speicherplatz entsprechend den Anforderungen bereit zu stellen, sollen Unternehmen ihre Service-Level verbessern und die Gefahr von Engpässen vermeiden können, so der Hersteller. (lex)