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HP: 1000 Schaltkreise auf einer Haarspitze

10.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In den Labors von Hewlett-Packard ist ein bedeutender Schritt in der nanotechnischen Chipforschung gelungen. Wie das Unternehmen bekannt gab, haben Entwickler es geschafft, einen extrem kleinen Schaltkreis für Computerchips auf Grundlage der Nanotechnologie zu erzeugen. Darunter wird die Wissenschaft verstanden, Chips und andere Geräte aus Elementen zu bauen, die kleiner als 100 Nanometer sind.

Hewlett-Packard bedient sich dabei eines Verfahrens, das auf so genannten molekularen Grids beruht. Hierbei werden Schichten mit molekularen Strängen kreuz und quer in Form eines Gitters auf dem Sockel aufgebracht, die dann in ihrer Gesamtheit ein Geflecht aus winzigen, intelligenten Schaltkreisen bilden (Computerwoche online berichtete). Diese Schaltkreise messen weniger als einen Quadratmikrometer und sollen später einmal als Speicherchips oder zur Erweiterung von herkömmlichen Prozessoren genutzt werden. Laut Hewlett-Packard passen über 1000 solcher Schalteinheiten auf die Spitze eines Haares. "Wir glauben, dass die Molekularelektronik für die Zukunft der Computertechnologie Möglichkeiten bietet, die weit über die Grenzen der Siliziumtechnik hinausreichen", bewertet Stanley Williams, Director der HP Labs, den Forschungserfolg seiner Crew. (pg)