Freiberufler

Honorar für freie SAP-Berater bleibt hoch

Karriere in der IT ist ihr Leib- und Magenthema - und das seit 18 Jahren. Langweilig? Nein, sie endeckt immer wieder neue Facetten in der IT-Arbeitswelt und in ihrem eigenen Job. Sie recherchiert, schreibt, redigiert, moderiert, plant und organisert.
Selbständige SAP-Berater sind hochspezialisiert, erfahrener als andere Freiberufler und deshalb auch besser bezahlt. Das ergab eine Analyse des Personaldienstleisters Gulp.

SAP-Wissen gehört laut Gulp zu den am meisten nachgefragten Qualifikationen auf dem IT- und Engineering-Projektmarkt, auch wenn sich seit 2014 ein leichter Abwärtstrend zeigte. In den letzten zwölf Monaten gingen über 33.000 Projektanfragen für gut 2.700 Projekte, in denen SAP-Skills gefordert waren, über Gulp an die dort registrierten Freelancer heraus. Das sind 14 Prozent aller Projektanfragen, die im letzten Jahr über den Personaldienstleister liefen. Dieser Mittelwert liegt zwar auf dem Niveau von 2015, über die einzelnen Monate hinweg zeichne sich aber ein leichter Abwärtstrend ab.

Stundensatz: Zehn Euro mehr als der Durchschnitt

Trotzdem lassen sich SAP-Experten ihre Kenntnisse gut bezahlen. Der geforderte Stundensatz betrug in den letzten zwölf Monaten im Schnitt 89,28 Euro und befindet sich damit gute zehn Euro über dem Gesamtdurchschnitt. "Das liegt nicht nur an der guten Nachfragesituation für diese Freelancer, sondern auch daran, dass SAP-Experten oft hochspezialisiert sind. Freelancer mit SAP-Schwerpunkt sind meist älter und damit erfahrener als der Gesamtdurchschnitt", erläutert Gulp-Manager Stefan Symanek.

Stefan Symanek, Gulp: Der durchschnittliche SAP-Experte ist 50 Jahre und hochspezialisiert, erhält darum auch ein höhres Honorar.
Stefan Symanek, Gulp: Der durchschnittliche SAP-Experte ist 50 Jahre und hochspezialisiert, erhält darum auch ein höhres Honorar.
Foto: Gulp

Die Altersverteilungskurve macht es deutlich: Es gibt überdurchschnittlich mehr SAP-Experten über 50 Jahre. Das Durchschnittsalter liegt bei 49,8 Jahren und ist somit zweieinhalb Jahre höher als das des Gesamtdurchschnitts.

SAP Hana sich etabliert

Die einzelnen SAP-Module unterliegen stets starken Schwankungen, was die monatliche Nachfrage an jeweiligen Experten betrifft. Großer Aufsteiger der letzten Jahre ist jedoch SAP Hana. Während der Skill 2015 noch wenig nachgefragt war, ging der Bedarf in den letzten Jahren stetig nach oben. "Der einstige Newcomer hat sich etabliert und nähert sich den häufig geforderten Skills wie SAP Basis oder SAP R/3 Finanzwesen an", resümiert Symanek.