Robert Ebner, CIO der Ober Scharrer Gruppe

Homeoffice als Mittel gegen Fachkräftemangel

24.02.2021
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Schreibt und recherchiert Führungs- und Karrierethemen - in der Redaktion von CIO-Magazin und COMPUTERWOCHE. Ihre Schwerpunkte sind CIOs, IT-Karrieren und -Nachwuchs, Führung, New Work und Diversity.  Wenn sie nicht gerade Projekte wie den "CIO des Jahres" betreut. Setzt sich für mehr Frauen in der IT ein.
Der IT-Chef der Ober Scharrer Gruppe, Robert Ebner, sieht in New Work enorme Chancen und will künftig mehr in die IT-Schulung aller Mitarbeiter investieren.
Robert Ebner steuert als CIO die IT-Geschicke der Ober-Scharrer-Gruppe, einem bundesweit vertretenen Anbieter im Bereich der Augenchirurgie mit rund 80 Standorten - davon 25 OP-Zentren und einem Plankrankenhaus.
Robert Ebner steuert als CIO die IT-Geschicke der Ober-Scharrer-Gruppe, einem bundesweit vertretenen Anbieter im Bereich der Augenchirurgie mit rund 80 Standorten - davon 25 OP-Zentren und einem Plankrankenhaus.
Foto: Bellmondo Fotografie

In welche Bereiche möchten Sie 2021 investieren?

Robert Ebner: Eines der wichtigen Themen im nächsten Jahr wird die IT-Schulung unserer Teams im gesamten Unternehmen sein. Es hat sich gezeigt, dass die Bereitstellung der Technik alleine noch nicht dazu führt, dass alle Mitarbeiter im Homeoffice reibungslos arbeiten können.

Auf welche Hindernisse sind Sie da gestoßen?

Robert Ebner: Häufige Probleme traten vor allem im Bereich der Videokonferenzen, aber auch beim Verbindungsaufbau mit dem heimischen WLAN auf. Erforderlich sind auch Investitionen im Bereich Collaboration, um das Arbeiten von Zuhause mit dem Arbeiten vor Ort besser verknüpfen zu können.

Wie stehen Sie zu dem Thema New Work oder Arbeit 4.0?

Robert Ebner: Ich wünsche mir eine offene Diskussion über das Thema New Work insbesondere in Verbindung mit dem Homeoffice. Die technischen Hürden, die manche Bereiche noch zeigen, können heute durch die Digitalisierung nahezu komplett abgebaut werden.

Wo gibt es da den meisten Handlungsbedarf?

Robert Ebner: Themen wie Arbeitszeit, Ausstattung der Heimarbeitsplätze, Teamzusammenhalt und die damit verbundenen Fragen müssen für diese Form der Arbeit ebenso diskutiert und gegebenenfalls angepasst werden. Es ist jedoch ein enormes Optimierungspotenzial vorhanden: sei es für Pendler, die Umwelt, aber auch für die Unternehmen.

Inwiefern?

Robert Ebner: Unternehmen können so beispielsweise nicht nur an Bürofläche sparen, sondern auch bei Stellenausschreibungen den Suchradius deutlich vergrößern. Vielleicht wäre dies auch ein Lösungsansatz für den Fachkräftemangel.