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Hohe Abschreibungen drängen Telenor in die Verlustzone

23.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Obwohl das norwegische TK-Unternehmen Telenor im zweiten Quartal 2001 Umsatz und Ebitda-Betrag gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhte, führten Abschreibungen einiger internationaler Investitionen zu einem Minusergebnis. Einschließlich Sonderposten wies der Carrier einen Verlust in Höhe von 196 Millionen Euro aus. So schrieb Telenor für den Juni vergangenen Jahres übernommenen dänischen Mobilfunkbetreiber Sonofon 925 Millionen Euro ab und wies Investitionskosten in den schwedischen Festnetz- und Internet-Anbieter Telenordia in Höhe von 82 Millionen Euro aus. Vor einem Jahr hatte Telenor noch einen Profit in Höhe von 34 Millionen Euro erwirtschaftet.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuer und Abschreibungen (Ebitda) stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ein Prozent auf 269,6 Millionen Euro. Analysten hatten mit 289,8 Millionen Euro Profit gerechnet. Während das Mobilfunkbereich dabei sein Ebitda-Ergebnis um 30 Prozent auf 101 Millionen Euro steigerte, musste Telenor beim Internet-Geschäft eine Zunahmen des Verlusts von 16,6 Millionen Euro auf 32 Millionen Euro hinnehmen. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahresquartal um elf Prozent auf knapp 1,25 Milliarden Euro. In der Zukunft erwartet das Unternehmen einen höheren Wettbewerbsdruck im Mobilfunkbereich und Kostensteigerungen, bedingt durch die Einführung neuer mobiler Dienste.