Prozeßfertiger nutzt das PP-PI-Modul

Hoechst-Tochter steigt komplett auf R/3 um

17.01.1997

Der Pharmabereich des Hoechst-Konzerns beschäftigt hierzulande 6500 Mitarbeiter, von denen 1200 ab sofort mit der SAP-Software arbeiten. Sie nutzen nicht nur die Standardmodule MM, PP, SD, WM, QM, PS, FI und CO, sondern auch die branchenspezifische Komponente PP-PI, die den Produktionsplanungs-Erfordernissen der Prozeßindustrie Genüge leisten soll. Das PP-Modul der SAP war ursprünglich für diskrete Fertiger entwickelt, später aber in Zusammenarbeit mit der chemischen und pharmazeutischen Industrie für Prozeßfertiger umgebaut worden.

Im HMR-Portfolio fehlt bislang das Personal-Management-Modul HR. Eigenen Angaben zufolge wird die Hoechst-Tochter diese Funktion zumindest noch im laufenden Jahr als Dienstleistung von der Konzernmutter beziehen. Wer die Personalverwaltung nach der geplanten Ausgliederung des Pharmabereichs übernimmt, ist noch ungeklärt.

Mit R/3 ersetzt HMR eine Softwarelandschaft, die sich aus 50 verschiedenen, nicht miteinander integrierten Programmsystemen zusammensetzte. Die Folge war beispielsweise eine teilweise redundante Datenhaltung. Zudem hat der Hoechst-Konzern die SAP-Software für strategisch erklärt, so daß Marion Roussel quasi die Rolle des Vorreiters spielt..