Einstiegsgehälter

Hochschulabsolventen steigen mit über 42.000 Euro ein

29.11.2019
Von Maximiliane Piontek
In Baden-Württemberg verdienen Berufseinsteiger nach dem Studium am besten. Mit 50.000 Euro Durchschnittsgehalt zu Berufsstart ist die Automobilindustrie die Top-Branche für junge Akademiker. Mathematiker und Informatiker haben als Entwickler oder IT-Berater beste Chancen.

Für die neue Gehaltsstudie analysierte Gehalt.de knapp 50.000 Vergütungsangaben der vergangenen 12 Monate. Die Daten stammen von Akademikern mit bis zu sechs Jahren Berufserfahrung. Bei der Analyse wurden die Region, der Hochschulabschluss und die Branche berücksichtigt.

Im Regionalvergleich liegt Baden-Württemberg auf Platz 1. Mit knapp 48.000 Euro (im Median) verdienen hier Akademiker am besten. Dahinter folgen knapp Bayern und Hessen. Während die nördlichen und westlichen Bundesländer (knapp über 40.000 Euro) im mittleren Bereich bleiben, schneidet vor allem die östliche Region schlechter ab. In Brandenburg und Sachsen liegen die Durchschnittsgehälter bei circa 37.000 Euro. Das niedrigste Gehalt gibt es in Mecklenburg-Vorpommern, dort sind es 35.300 Euro.

Automobilindustrie verspricht Erfolg

Der Branchenvergleich zeigt: In der Automobilindustrie gibt es das höchste Gehalt, und zwar 51.900 Euro. Gut bedient sind die Absolventen auch in den Bereichen Maschinen- und Schiffbau, Software und E-Technik (rund 49.500 Euro). Auch bei Banken und Finanzdienstleistern können sie satte Gehälter beziehen.

Akademiker, die jetzt in den Beruf einsteigen, können satte Gehälter in der Automobilbranche erwarten. Vor allem in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen verdienen sie am besten. Informatiker und Mathematiker haben sehr gute Chancen für einen verdienstreichen Start in das Arbeitsleben.
Akademiker, die jetzt in den Beruf einsteigen, können satte Gehälter in der Automobilbranche erwarten. Vor allem in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen verdienen sie am besten. Informatiker und Mathematiker haben sehr gute Chancen für einen verdienstreichen Start in das Arbeitsleben.
Foto: enciktepstudio - shutterstock.com

Während Bachelorabsolventen durchschnittlich 42.500 Euro und Berufseinsteiger mit Master 46.300 Euro verdienen, liegen Gesellschafts- und Sozialwissenschaftler weit darunter. Sie können mit einem Einstiegsverdienst von 35.500 Euro rechnen. Typische Arbeitgeber sind im sozialen Bereich und in der Werbeindustrie und HR. Medienwissenschaftler haben es deutlich schwerer - als Redakteur kann man um die 32.500 Euro erwirtschaften. Im Online-Marketing und den Medien sind es knapp 34.000 Euro.

Entwickler und Ingenieure erhalten beste Gehälter

"Wer sein Studium in technisch-mathematischen Fachgebieten absolviert, hat beste Voraussetzungen auf dem Markt, um attraktive Gehälter zu verhandeln", sagt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de. Im mathematischen und Informatik-Bereich verdienen Entwickler rund 47.000 Euro, IT-Berater sogar fast 50.000 Euro. Ingenieure in der technischen Forschung und Entwicklung können mit bis zu 52.500 Euro jährlich rechnen. In den Bereichen Produktabwicklung und Konstruktion sind es circa 47.000. Branchen-Favorit ist bei ihnen die Automobilindustrie, gefolgt vom Maschinenbau mit dem Durchschnittsgehalt von 48.700 Euro.

"Viele Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler arbeiten im Controlling oder in der Unternehmensberatung. Ihr Wirtschaftswissen können sie branchenübergreifend in vielen Unternehmen einbringen", so Bierbach. Der Gehaltsvergleich zeigt einen Durchschnitt von 41.700 Euro zum Berufsstart. Die Top Branchen sind Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung sowie auch hier die Automobilindustrie.

Ab 30 steigen die meisten in Führungspositionen auf

Ab dem 30. Lebensjahr steigen Fachkräfte vermehrt in Führungspositionen auf. Mit drei bis sechs Jahren Berufserfahrung verdienen sie ein Bruttogehalt von rund 77.700 Euro im Jahr. 29 Prozent von ihnen fahren einen Firmenwagen und erhalten eine jährliche Prämie von circa 8.000 Euro. Die meisten Chefs gibt es in der Altersgruppe 45 bis 49 Jahren.