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Hitachi warnt vor drastisch gestiegenem Verlust

01.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der japanische Elektronikkonzern Hitachi rechnet in seinem laufenden Geschäftsjahr 2001, das am 31. März endet, mit einem Nettoverlust von umgerechnet 3,6 Milliarden Dollar. Das ist mehr als doppelt soviel wie das zuvor prognostizierte Minus in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar. Der Grund für das hohe Defizit liege vor allem in der anhaltenden Wirtschaftsstagnation sowie höheren Restrukturierungskosten, erklärte das Unternehmen. Die Einnahmen sollen sich im laufenden Geschäftsjahr auf rund 58,5 Milliarden Dollar belaufen. Im Geschäftsjahr 2000 hatte Hitachi noch einen Nettoprofit von 780 Millionen Dollar und einen Umsatz von 63 Milliarden Dollar verbucht.

Der japanische Hersteller gab zudem bekannt, seine bereits im vergangenen Jahr eingeleiteten Umstrukturierungsmaßnahmen zu beschleunigen und auszuweiten. So sollen statt der angekündigten 15.900 Entlassungen nun insgesamt 20.930 Mitarbeiter ihren Job verlieren. In Japan sind davon 15.100 Angestellte betroffen, 5830 Stellen werden in den übrigen Länderniederlassungen abgebaut. Ferner will Hitachi einige Gehaltskürzungen vornehmen, interne Kostenkontrollen einführen und bestimmte Geschäftseinheiten, darunter seine Display-Gruppe, in eigenständige Firmen überführen. Die Restrukturierungsmaßnahmen werden inklusive der Mitarbeiterabfindungen bis Ende März 2002 voraussichtlich mit 2,1 Milliarden Dollar zu Buche schlagen. (ka)