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Hitachi verschickt Testmuster des Vier-Gigabyte-Microdrives

26.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Hitachi hat erste Testmuster von Microdrives mit vier Gigabyte Speicherkapazität an Hersteller von Digitalkameras und Unterhaltungselektronik ausgeliefert. Das Medium in der Größe eines Streichholzbriefchens ist kompatibel zu Compact-Flash-Schnittstellen (Type II) und kostet voraussichtlich 500 Dollar. Damit ist das kleine Speichermedium verhältnismäßig günstig. Die Compact-Flash-Memory-Card mit dem gleichen Fassungsvermögen von Lexar schlägt zum Beispiel mit 1500 Dollar zu Buche.

Die "Hitachi Microdrive 3K4 Series" wird unter anderem von Blaupunkt, Eastman Kodak, Minolta, Nikon, Olympus, Pentax, Sigma und Sony getestet. Das Laufwerk basiert auf dem Dateisystem FAT32, da sich mit der auf älteren Microdrives verwendeten FAT16 (File Allocation Table) nicht mehr als zwei Gigabyte Speicherplatz verwalten lassen. Um das Medium nutzen zu können, müssen also Geräte, die mit einem Compact-Flash-Steckplatz ausgestattet sind, FAT32 unterstützen.

Bislang ist bereits ein Microdrive mit einem Gigabyte Speichervolumen auf dem Markt. Die größere Kapazität im neuen Laufwerk wurde laut Hersteller durch eine weitere Miniaturisierung der Komponenten möglich. Demnach schrumpfte der Schreib-Lesekopf auf die halbe Größe. Er soll um 40 Prozent dichter über dem Datenträger schweben als der Vorgänger.

Die Microdrive-Technologie wurde ursprünglich von IBM entwickelt. Hitachi übernahm sie Anfang des Jahres mit dem Kauf des Festplattengeschäfts von IBM und der Gründung des Joint Ventures Hitachi Global Storage (Computerwoche online berichtete). Das Modell mit vier Gigabyte Kapazität und eine Variante mit zwei Gigabyte Speicherplatz sind voraussichtlich ab November zu haben. (lex)