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Hitachi liquidiert US-PC-Ableger

08.02.1999
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der japanische Konzern Hitachi will seinen amerikanischen Ableger Hitachi PC Corp. schließen. Die 1995 gegründete Firma hatte ursprünglich Consumer adressiert begonnen, war vor einem Jahr aber auf Firmenkunden umgeschwenkt. Rund 90 Angestellte wechseln nun zur eher High-end-orientierten Hitachi Data Systems (HDS) und sollen sich dort vornehmlich auf den Bau von PC-Servern konzentrieren. Mit seinen PCs war Hitachi in den USA - trotz neuerdings vorinstalliertem Be-OS - relativ glücklos. Einzig mit Notebooks verlief das Geschäft einigermaßen zufriedenstellend. Die International Data Corp. (IDC) bescheinigt dem Hersteller für das zweite und dritte Quartal 1998 den zehnten Platz in der Verkaufsrangliste. Der enorme Preissturz in diesem Marktsegment hat nach Aussagen von Michael Krieger, Vice-President für Server bei Hitachi, die endgültige Entscheidung für den Rückzug mit

beeinflußt. Damit reiht sich Hitachi in die Riege der japanischen Konzerne ein, die nicht auf dem US-Markt Fuß fassen konnten. Toshiba mußte seine (Desktop-)PC-Aktivitäten bereits im Winter 1997 aufgeben (CW Infonet berichtete), und auch Sony und Mitsubishi kämpfen mit Problemen.