Stellenanzeigen bei Apple

Hinweise auf AR-Brille?

Stephan Wiesend schreibt für die Computerwoche als Experte zu den Themen Mac-OS, iOS, Software und Praxis. Nach Studium, Volontariat und Redakteursstelle bei dem Magazin Macwelt arbeitet er seit 2003 als freier Autor in München. Er schreibt regelmäßig für die Magazine Macwelt, iPhonewelt und iPadwelt.
Apple sucht mehrere UI-Entwickler, die sich speziell um neue Benutzeroberflächen kümmern sollen.

In der Softwareentwicklung ist die Spezialisierung so stark, dass Stellenbeschreibungen oft Rückschlüsse auf zukünftige Projekte der jeweiligen Firma ermöglichen. Auch in Apples Jobbörse finden sich immer wieder interessante neue Ausschreibungen für Softwareentwicklung. Bei einigen handelt es sich um kommende Produkte im Zukunftsthema Augmented Reality und Virtual Reality: Aktuell sucht man hier beispielsweise einen so genannten 3D UI Frameworks Engineer, also einen Spezialisten für 3D-Benutzeroberflächen. Seine Aufgabe wird die Entwicklung „komplett neuer“ Benutzeroberflächen – sowohl für Endanwender und Entwickler.

Trugschluss: Für AR-Anwendungen braucht man nicht gleich eine spezielle Brille.
Trugschluss: Für AR-Anwendungen braucht man nicht gleich eine spezielle Brille.
Foto: markus schelhorn

Mindestens fünf Jahre Berufserfahrung soll der Entwickler haben, Kenntnisse in Swift, Xcode, Objektive-C, C/C++ und der Entwicklung von UI-Frameworks. Zusätzlich dazu sucht Apple einen 3D UI Frameworks Manager, der wohl das ganze Team leiten soll.

Die Stellenanzeige hat schon einige Spekulationen ausgelöst, um welche neuen Benutzeroberflächen es sich hier wohl handelt. So wird doch schon seit Jahren über ein AR/VR-Brille von Apple spekuliert. Erst kürzlich hat ja das gut informierte Magazin Bloomberg behauptet, 2020 oder 2021 könne Apple ein AR/VR-Headset auf den Markt bringen, inklusive einem neuen System rOS.

Nach unserer Einschätzung kann man aber schon weit früher neuen AR-Funktionen von Apple erwarten – und neue Benutzeroberflächen. Kann doch bereits jeder Besitzer eines aktuellen iPhones oder iPads AR-Anwendungen verwenden. Und selbst nach Erscheinen einer neuen AR/VR-Lösung würde da das iPhone vermutlich die wichtigere AR-Plattform bleiben. Laut Gerüchten sollen ja iPhones schon ab 2019 zusätzlichen Sensoren erhalten. Konkurrenz sollte man außerdem niemals unterschätzen, hat doch Google bei seiner letzten I/O-Konferenz äußerst interessante Projekte im Bereich AR vorgestellt, etwa eine durch AR unterstützte Navigationslösung für Android. Aktuell finden sich übrigens rund 30 offene Stellen im Bereich "Augmented Reality" im Job-Portal von Apple. (Macwelt)